16.09.2011
Auf dem IRC - International Recovery Congress, der vom 12. bis 13. September im Hilton Hotel in Warschau, Polen, stattfand, trafen sich rund 300 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung aus 18 Ländern zum fachlichen Austausch.
Thematische Schwerpunkte der Tagung im Feld "Rückgewinnung" waren Abfallwirtschaft, Recycling, Energierückgewinnung aus Abfall, Biologische Behandlung und Klärschlammbehandlung.
Der erste Tag der Tagung wurde mit Plenarvorträgen zum Rahmenthema Abfallwirtschaft gestaltet, während der zweite Tag in parallele Sitzungen untergliedert war. Das Tagungsprogramm umfasste insgesamt mehr als 60 Vorträge.
Professor Dr.-Ing. Martin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrats für Umweltfragen, zugleich Mitglied im Programm-Kommittee der Tagung, erläuterte in seinem Vortrag "Resources and energy management grow together" (Ressourcen- und Energiewirtschaft wachsen zusammen), dass sowohl nachwachsende Rohstoffe als auch erneuerbare Energien stofflich wie energetisch genutzt werden können, was für die künftige stoffliche wie auch energetische Substituierung fossiler Ressourcen eine große Flexibilität und viele Chancen bietet.
Zum Thema Recycling erläuterte Martin Faulstich, dass z. B. bei der Klärschlammverbrennung sowohl Energie erzeugt wird, als auch wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden können (Phosphor).
Bei Recycling von Metallen können nicht nur die wertvollen Rohstoffe zurückgewonnen werden, sondern auch der ganze zur Primärgewinnung erforderliche Energieverbrauch kann eingespart werden.
Prof. Faulstich ist auch Präsident und Gründer der WtERT Deutschland GmbH (Waste-to-Energy Research and Technology Council), welche zusammen mit der Swiss Hub Poland und der International Recovery Foundation Partner des Kongresses war.
Das Tagungshotel Hilton in Warschau.