Kolloquium Zukunft Kunststoff-Verwertung 2011: Zwischen Vision und Wirklichkeit

26.09.2011

Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, Einführung einer neuen Wertstofftonne, Potenziale bei Erfassung, Sortierung und Recycling. Das zweitägige Kolloquium »Zukunft Kunststoff-Verwertung 2011«, das Fraunhofer UMSICHT und BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung am 6. und 7. September in Krefeld abhielten, nahm brennende Fragen rund um duale Systeme, gesetzliche Neuentwicklungen und technische Innovationen unter die Lupe.

„Produzieren ohne Rohstoffe“ – mit dieser Formel leitete Professor Eckhard Weidner, Institutsleiter von Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen, das Kolloquium ein und umriss den Weg, der in Anbetracht der erforderlichen Rohstoff- und Energiewende vor sämtlichen produzierenden Branchen liegt.

Der erste Themenblock widmete sich aktuellen Aspekten der modernen Ressourcenwirtschaft.
Dr.-Ing. Matthias Franke vom ATZ Entwicklungszentrum in Sulzbach-Rosenberg erläuterte im Zuge seines Vortrags „Wie autark sind wir? Konzepte zur Rohstoffversorgung in Deutschland“ die globale Rohstoffsituation und zeigte Ansatzpunkte in der Wertschöpfungskette auf, um die Ressourceneffizienz zu steigern und eine nachhaltige Rohstoffversorgung des High-Tech-Standorts Deutschland zu sichern.
Die Rohstoffsicherung im nationalen und im internationalen Kontext war auch Thema der Podiumsdiskussion am ersten Tag, bei der Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie zu Fortschritten, aber auch Misserfolgen Stellung nahmen.

Der zweite Themenblock widmete sich ganz der Wertstofftonne. Hier wurden die Ergebnisse der Planspiele und deren Konsequenzen für die Kunststoffverwertung vorgestellt. Weiterhin wurden die Wirtschaftlichkeit und Erfahrungen aus Modellprojekten zur Wertstofftonne erläutert.

Die Vorträge am Vormittag des zweiten Tages folgten der Wertschöpfungskette – Experten präsentierten Status Quo und Trends bei Sortierung, Verwertung, Compoundierung und dem Einsatz von Rezyklaten. Der letzte Vortragsblock am zweiten Tag bündelte einige der vielversprechendsten Strategien für die Ressourcenschonung der Zukunft.

Global denken, national handeln? Podiumsdiskussion Rohstoffsicherung und Kreislaufwirtschaft im globalen Blick