Der Kern der Zukunft glüht bereits

23.11.2011

ATZ-Entwicklungszentrum in Hochschul-Netzwerk und Fraunhofer-Institut aktiv - Personalstand wächst

"Es kann durchaus ein Leuchtturm entstehen in der Oberpfalz, denn der Nucleus glüht bereits!" Diesen Kern würden bald neue Schichten von Wissenschaft und Forschung umgeben, meinte Dipl.-Ing. Gerold Dimaczek: Der Vorstand des ATZ-Entwicklungszentrums sieht nach den jüngsten bayerischen Kabinettsbeschlüssen in zwei künftigen Projekten große Chancen für die Region.
Zwei Schienen seien künftig maßgeblich für die Zukunft des ATZ-Entwicklungszentrums, erklärte der Vorstand zum Medienrummel um Fördergelder der Staatsregierung: Zum einen das technisch-wissenschaftliche Netzwerk in der Oberpfalz, gebildet von der Hochschule Weiden-Amberg, der Universität Regensburg und dem ATZ-Entwicklungszentrum. "Hier sind wir Mitspieler, es geht um Energie, Ressourcen, hier arbeiten wir schon lange zusammen in Ausbildung, Entwicklung, Projekten!"
Die zweite Schiene gehe zurück auf eine Initiative des ATZ-Vorstandes Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich: die Zusammenführung und Ausweitung der Entwicklung von thermischen und chemischen Speichertechnologien an den Standorten Sulzbach-Rosenberg und Straubing.
2012 soll das "CES" entstehen (Fraunhofer Centrum Energiespeicherung), getragen vom ATZ-Entwicklungszentrum und der Fraunhofer-Gesellschaft (vertreten durch das Institut UMSICHT). Mit dabei ist auch die Straubinger Projektgruppe BioCat vom Fraunhofer-Institut IGB. Für dieses Vorhaben sind derzeit insgesamt etwa 20 Millionen Euro Fördergelder, aufgeteilt auf beide Standorte, im Gespräch.
Zusätzlich wird das ATZ ab 2012 noch fünf Millionen Euro Hilfe vom Bayerischen Staat zur Integration ins Fraunhofer-Institut UMSICHT erhalten, die zum 1. Juli 2012 vollzogen werden soll.
Was bringt das für die Region, außer Wissenschafts-Lorbeer? Gerold Dimaczek hat auch hier positive Nachrichten: Neben der ursprünglich geplanten Aufstockung des Mitarbeiterstandes von 40 auf 52 sind noch gut 30 Arbeitsplätze zusätzlich geplant: "Letztlich sind 80 bis 100 am Standort Sulzbach-Rosenberg möglich", so der Vorstand und meint augenzwinkernd: "Inwieweit dann hier die Fäden für ganz Bayern zusammenlaufen, das wird sich noch zeigen!"

(Joachim Gebhardt - Oberpfalznetz.de)

Berichterstattung Oberpfalz TV

Oberhausen und Sulzbach-Rosenberg vereint: ATZ-Vorstand Gerold Dimaczek zeigt die Fraunhofer-Standorte. Bild: Gebhardt