„1. Int. Leistungsschau Elektromobilität Großglockner"

01.09.2010

Am 26. August 2010 eröffnete Professor Martin Faulstich, Vorstandsvorsitzender des ATZ Entwicklungszentrums und Inhaber des Lehrstuhls für Rohstoff- und Energietechnologie der Technischen Universität München, die „1. Internationale Leistungsschau Elektromobilität Großglockner“. Neben Professor Faulstich, der auch Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen der deutschen Bundesregierung ist, waren unter anderen der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Energie-Landesrat Josef Eisl (Salzburg) und der Sektionschef des Lebensministeriums Günter Liebl vertreten. Darüber hinaus waren auch der Generaldirektor der Großglockner Hochalpenstraßen AG Dr. Christian Heu, ebenso wie deren kaufmännische Direktor Dr. Johannes Hörl,  der Geschäftsführer der Raiffeisen Leasing Peter Engert und Oliver Schmerold, Generalssekretär des ÖAMTC (österreichisches Pendant zum deutschen ADAC) zugegen.


Professor Faulstich erläuterte in seinem Vortrag auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe vor hunderten Fachleuten und interessierten Besuchern die Entwicklungschancen der Elektromobilität, die einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann – vorausgesetzt der Strom wird regenerativ erzeugt. Vor einer traumhaften Kulisse in knapp 2.400 Metern über dem Meeresspiegel, beschrieb Faulstich die Elektromobilität als möglichen Königsweg, räumte aber gleichzeitig ein, dass dazu einige wichtige Voraussetzungen wie die Weiterentwicklung heutiger Infrastrukturkonzepte und Batterien mit einer höheren Energiedichte nötig seien.

   
Zuvor hatte sich Landeshauptmann Gerhard Dörfler zuversichtlich geäußert, dass Kärnten von der Automobilindustrie zum Testmarkt auserwählt werden könnte. Günter Liebel, Sektionschef im österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, der den kurzfristig verhinderten Bundesminister Niki Berlakovich vertrat, zeigte sich optimistisch, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien grundsätzlich zur Reduzierung des CO2-Ausstosses beitrage und darüber hinaus als Wachstumschance für die Wirtschaft erkannt werden müsse. Generaldirektor Dr. Christian Heu zeigte sich in seiner Begrüßungsrede erfreut darüber, dass die Elektromobilität bereits leistungsfähig genug sei, um die Hochalpine Panoramastraße mit all seinen Kehren und Steigungen bewältigen zu können.


Nach dem anschließenden gemeinsamen symbolischen durchtrennen des Bandes konnten sich die geladenen Gäste und das interessierte Publikum anhand der ca. 50 Ausstellungsobjekte ein ausführliches Bild vom aktuellen Entwicklungsstand der Elektrofahrzeuge machen.


Allgemein ist die Stromspeicherung nach wie vor eine große Herausforderung bei der Entwicklung zukünftiger Energiekonzepte. Jedoch wird speziell in der Automobilindustrie der Bedarf an Speichermedien stark ansteigen. Auch das ATZ Entwicklungszentrum in Sulzbach-Rosenberg forscht intensiv an der Weiterentwicklung von Komponenten zur Energiespeicherung, unter anderem unter Einsatz verschiedener Beschichtungstechniken für Lithium-Ionen Akkumulatoren.  Ziel ist es, Lösungswege für effizientere und kostengünstigere Speicher mit erhöhter Lebensdauer zu entwickeln, um somit zur vollständigen Konkurrenzfähigkeit von Elektromobilen beizutragen und langfristig fossil getriebene Fahrzeuge gänzlich substituieren zu können.

 

 

 

Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Josef Eisl, Dr. Christian Heu, Oliver Schmerold, Prof. Dr. Martin Faulstich. Foto: Verwaltungsportal Kärnten